Laut BaazWadl.net Umfrage wünschen sich 64% der Umfrageteilnehmer einen eigenständigen Berglaufverband.
Wer nun die eigenen Berglauf-Interessen nicht bereits durch die Arbeit der World Mountain Running Association(WMRA) oder der Leichtathletikverbände kompetent vertreten sieht, der sollte sich ernsthaft mit der Gründung eines solchen Verbands beschäftigen.
Ein Blick allein in die Aufnahmeordnung des Bayrischen Landessportverbands(BLSV) jedoch zeigt, dass - zumindest für Bayern - die realistischste Chance auf einen eigenen Berglaufverband wohl darin besteht, ihn sich vom Christkind zu Weihnachten zu wünschen.
Unter §4 Aufnahmevoraussetzungen für Sportfachverbände finden sich unter Absatz 2 b) und 2 e) zwei wohl nicht zu überwindende Hürden.
Der neue Berglaufverband müsste mindestens 40 Vereine als Mitglieder haben und deren Mitgliederliste müsste insgesamt mindestens 3000 Einzelpersonen enthalten. Für Bayern halte ich diese Zahlen für unerreichbar. Ließen sich deutschlandweit vielleicht noch 40 Vereine finden, so gibt es aber meines Erachtens auch bundesweit keine 3000 Bergläufer.
Eine theoretisch mögliche Lösung wäre evtl. die Aufnahme als "Anschlussorganisation" (s. §7). Hier würden dann nur mindestens 10 Vereine und 500 Einzelpersonen benötigt.
Weitere Hindernisse bringt §4 Absatz 5 mit sich:
So heißt es unter Absatz 5 c)
"Die Bildung von selbstständigen Verbänden für einzelne Disziplinen von Sportarten mit übergeordneten gemeinsamen Merkmalen wird nicht anerkannt."
Darüber hinaus bedarf es eines Mehrheitsbeschlusses des bisherigen Sportverbands, "diese Sportart nicht mehr zu betreiben" (Absatz 5 d).
In der Aufnahmeordnung ist somit überall der klare Wille erkennbar, einer Zersplitterung der Verbandslandschaft entgegen zu wirken.Mein persönliches Fazit lautet daher:
Ein eigenständiger Sportverband wäre zwar wünschenswert, ist bei einer Randsportart wie dem Berglauf aber nicht umsetzbar.



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