Rennradtour Aravis: Saint-Jean-de-Sixt – Col de l’Arpettaz

Radtour im Grenzgebiet von Haute-Savoie und Savoie

Strecke:

Saint-Jean-de-Sixt – La Clusaz – Col des Aravis – Flumet – Pont de Flon – Héry – Col de l’Arpettaz – Marlens – Col de l’Epine – Serraval – Col du Marais – les Clefs – Manigod – Col de la Croix Fry – Saint-Jean-de-Sixt


siehe Karte mit GPS-Daten

5 Pässe und eine Abfahrt mit 37 Kehren

Da hab ich auf der Karte mal wieder was feines entdeckt. Ein „Zopferlmuster“ vom feinsten am Col d’Arpettaz. kurz Gegoogelt – 37 Kehren sollen es sein.
Weiteres Kartenstudium und der Streckenplan zur Befahrung des Straßenwunders steht.
Start in Saint-Jean-de-Sixt, relativ leichte Auffahrt auf breiter Straße zum Col des Aravis(1486m). Noch ist hier morgens nix los. Aber das wird sich ändern.

Also rein in die Abfahrt nach Flumet. Diese Seite des Col des Aravis ist eindeutig die schönere. Die kurvenreiche Abfahrt macht richtig Spaß.
In la Giettaz ist damit aber Schluß. Jetzt geht’s mit Highspeed den Autos hinterher die Schlucht hinaus bis nach Flumet.
Die knifflige Orstdurchfahrt gemeistert, ist mit der Abfahrt immer noch nicht Schluß. Auf breiter Straße passieren wir Saint-Nicolas-la-Chapelle und erreichen in einer Links-Kehre die Brücke über den „Flon“. Ende der Abfahrt. Ab sofort geht’s wieder bergauf.


Wir biegen nämlich hier schräg rechts nach Héry ab. Die Steigung ist gleich zu Beginn kräftig. Das einsame Sträßlein schlängelt sich aber so schön den Berg hinan, dass es trotzdem Spaß macht. Nach der Ortsdurchfahrt von Hèry heisst es aufpassen, um den Abzweig zu unserem Hauptziel dem Col d’Arpenttaz nicht zu verpassen.
Das schmale Sträßchen zum Restaurant „La Lierre“ ist unser Weiterweg(auch ein Schild zum Col d’Arpettaz existiert, kann sich aber schon mal hinter Mülltonnen verstecken). Tipp: wenns bergab geht, ist man vorbeigefahren.

Jetzt heißt’s nur noch hinauf dem Pass entgegen. Durch kleine Weiler, vorbei am Restaurant kommt man schließlich in freies Almengelände. Der Mont Charvin kommt ins Blickfeld. Unser Pass liegt direkt zu seinen Füßen. Es sind also noch ein paar Kilometer zu strampeln.
Schließlich erreichen wir den Col d’Arpettaz(1581m) mit seinem empfehlenswerten Alm-Restaurant.


Dann – juhuu – geht’s die Kehren hinab.
Die Straße ist schmal, unübersichtlich und führt oft durch Wald. Man muß also Vorsicht walten lassen, da von Ugine herauf jede Menge Ausflugsverkehr entgegenkommt.
Da wir die Hauptstraße zwischen Ugine und Faverges meiden wollen, heisst es wieder mal aufpassen. In Talnähe nehmen wir die Abzweigungen nach rechts, um auf kleiner Nebenstraße nördlich der Hauptstraße nach Marlens zu fahren.

Für einen knappen km sind wir dann doch auf die viel befahrene Hauptstraße angewiesen. Bei Moulin de Marlens hat der Spuk aber schon wieder sein Ende.
Schräg rechts führt hier eine kleine Straße hinein nach Marlens.

Der nächste Pass steht an!
Der Col de l’Epine(947). Er verpasst zwar die 1000m Marke knapp, ist aber nicht zu unterschätzen.
Kaum erreicht, geht’s über Le Bouchet schon auch wieder hinab bis nach Serraval.


Wir folgen dort in nördlicher Richtung jetzt wieder leicht steigend der Straße Richtung Thônes bis zum unscheinbaren Pass Col du Marais(843m). Dort geht’s jetzt endgültig abwärts nach Thônes.

Wir müssen aber zurück nach Saint-Jean-de-Sixt und daher ist in Les Clefs schon wieder Abfahrtsende, denn hier lauert noch ein bekannter Pass, den man nicht einfach rechts liegen lassen kann. Der Col de la Croix-Fry(1467).

Wir biegen rechts ab und auf geht’s nach Manigod, wo schließlich auch die heftigste Steigung auf uns wartet. Auf breiter, bester Fahrbahn und bei lästigem Autoverkehr bringen wir Schleife um Schleife hinter sich, um endlich bei bereits drohendem Gewitter den Col de la Croix-Fry zu erreichen.


Eine schnelle Abfahrt nach La Clusaz auf breiter Straße wird erst im Ort durch den täglichen Nachmittagsstau in der 30er-Zone gebremst.
Zügig geht’s schließlich wieder hinab nach Saint-Jean-de-Sixt, das wir gerade noch rechtzeitig mit den ersten Regentropfen erreichen.

Regenbogen am Col des Aravis